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PROJEKTÜBERSICHT

Äthiopien | Burkina Faso | Senegal | Methoden und Instrumente

Äthiopien zählt zu den ärmsten Entwicklungsländern: ständig wiederkehrende Hungersnöte, ein feudalistisches Regime sowie die Bürgerkriegsbedingungen ließen die Armut der Bevölkerung dramatische Ausmaße annehmen. Der mit Ende des sozialistischen Regimes eingeleitete politische und wirtschaftliche Transformationsprozess hatte das Land zum Teil gesellschaftlich befriedet und wirtschaftlich vorangebracht, war aber in wichtigen Bereichen unvollständig und widersprüchlich geblieben und durch kriegerische Auseinandersetzung bedroht worden.

Äthiopien erstreckt sich auf einer Fläche von 1.127 Mio. km2 und zählte im Jahr 2004 insgesamt 70,5 Mio. Einwohner. 2003 betrug die Alphabetisierungsrate 59%. 47% der Kinder unter 5 Jahren sind unterernährt.

In enger Kooperation mit Caritas Feldkirch begleitet die ENTWICKLUNGSWERKSTATT AUSTRIA (EWA) in Äthiopien nachstehend angeführte Projekte.

Projekt im Bereich Frauenförderung

Frauen und insbesondere allein erziehende Mütter mit vielen Kindern sind eine der gefährdetsten Gruppen in Addis Abeba. Mangelnde Schulbildung und Doppelbelastung durch Arbeit und Familie prägen den Alltag der Frauen. Arbeitsmöglichkeiten gibt es nur wenige, besonders für Analphabetinnen. Die hohe Anzahl der Haushalte mit keinem oder geringem Einkommen verdeutlicht, dass viele Familien nicht einmal die Grundbedürfnisse abdecken können.

Das Projekt „Frauenförderung im Stadtteil Gulele in Addis Abeba/Äthiopien - WPG“ richtet sich an die ärmsten Familien. Ziel ist es, gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Strategien zur Verbesserung der sozio-ökonomischen Bedingungen zu entwickeln und das Selbsthilfepotential zu stärken. Die Aktivitäten richten sich an Mädchen und junge Frauen, die die Schule abgebrochen haben, Frauen im wirtschaftlichen aktiven Alter zwischen 20 und 40 und an ältere Frauen. Das Hauptaugenmerk liegt auf Frauen, die aufgrund ihrer Familiensituation oder sozialen Problemen Beratung und Ausbildung benötigen. Dies beinhaltet Vorbeugung, Rehabilitation und Bemühungen zur Aus- und Weiterbildung. Das Projekt bietet eine Vielzahl verschiedener Ausbildungsmöglichkeiten, in deren Mittelpunkt die Wissensvermittlung und die Entwicklung von Fähigkeiten steht sowie der Zugang zu Ressourcen, wie Kleinkredite für einkommensschaffende Maßnahmen.

Die aktuelle Phase des Projektes WPG, das von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und von privaten Geldgebern (speziell Caritas Feldkirch) finanziert wird, dauert bis Ende 2009.

Projekt im Bereich der Ländlichen Entwicklung

Die Nahrungssicherheit der ländlichen Einwohner von Dugda Bora/Äthiopien hängt stark von der Getreideproduktion ab. Die Bauern müssen gegenwärtig den Großteil ihrer Ernte zu sehr niedrigen Preisen verkaufen. Später, in Zeiten des Hungers, müssen sie das verkaufte Getreide zwei- oder dreimal so teuer zurück erwerben. Diese Situation bringt die Bauern um ihre Haupteinkommensquelle und führt zu Nahrungsunsicherheit und akuter Armut. Um diese Situation zu verbessern, sollen im Rahmen des „Getreidebankenprojektes Dugda Bora/Äthiopien – DBCB“ die Einkommen der ländlichen Bevölkerung durch verbesserte Getreideproduktion, -lagerung und –vermarktung verbessert werden.

Aufgrund der sehr positiven Ergebnisse während der ersten Projektphase (2006 – 2008) wurde die Projektfinanzierung seitens der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der privaten Geldgeber (speziell Caritas Feldkirch) bis Ende 2011 verlängert.
ENTWICKLUNGSWERKSTATT AUSTRIA
A-5400 Hallein, Thunstraße 16/2
ZVR-Zahl: 170836813
Tel.: +43 (0) 7676/20779
Fax: +43 (0) 7683/5009 50041
E-Mail: office@ewa.or.at